Herzlich Willkommen bei der LBV-Kreisgruppe Fürth Stadt und Land!

Möchten Sie zum Erhalt der Natur im Raum Fürth beitragen?

Egal ob jung oder alt, auch ohne Vorkenntnisse finden Sie viele Möglichkeiten zum Mitmachen. Wir laden Sie ein, Teil einer kleinen Erfolgsstory zu werden! Gern beantworten wir Ihnen Fragen zur Natur und bieten Ihnen Beobachtungstipps, Führungen, Vorträge und offene Diskussionsabende.

 

Auch bei unseren Monatsversammlungen sind Sie herzlich willkommen!

Sie finden uns jeweils am letzten Montag im Monat ab 19:30 Uhr im Gasthaus „Rotes Ross“, Unterfarrnbacher Str. 186 in Fürth-Unterfarrnbach.

Im August treffen wir uns im Grünen und im Dezember findet wegen der Feiertage keine Monatsversammlung statt.

Wussten Sie, dass...

  • die Zahl der Vögel in der Agrarlandschaft stark abnimmt; das Rebhuhn bundesweit sogar um 84% zwischen 1990 und 2015? (Agrar-Report 2017)
  • eine Studie im Jahr 2017 einen Rückgang der Fluginsekten seit 1989 um mehr als 75% in Deutschland belegt hat? 
  • Mauersegler und Schwalben zunehmend unter Mangel an Nistplätzen und Nahrungsinsekten leiden? (Rote Liste und Liste der Brutvögel Bayerns, Bayerisches Landesamt für Umwelt 2016)

 

Vom Verlust der Biodiversität in unserer Heimat ist insbesondere die Feldflur infolge einer verfehlten Agrarpolitik betroffen. Glücklicherweise kann jeder Einzelne der Verarmung unserer Natur entgegenwirken. Was wir tun, damit die Feldlerche nicht flöten geht und die Bienen sich nicht vom Acker machen, erfahren Sie über die Links auf dieser Seite.

 

Mehr erfahren Sie auch im nachfolgenden Kreisgruppenflyer.

Kreisgruppenflyer Fürth.pdf
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Aktuelle Highlights aus der Kreisgruppe

Südwestliche Umgehungsstraße Veitsbronn kontra Natur und Klimaschutz

Im FFH-Gebiet in Veitsbronn kommt der stark gefährdete Kleine Abendsegler vor (Bild: Dr. Andreas Zahn, LBV-Archiv)
Im FFH-Gebiet in Veitsbronn kommt der stark gefährdete Kleine Abendsegler vor (Bild: Dr. Andreas Zahn, LBV-Archiv)

In Veitsbronn wird im Rahmen eines demokratischen Verfahrens am 26. Mai in einem Bürgerentscheid über den Bau der Südwestlichen Umgehungsstraße abgestimmt. Beim Infoabend am 2. Mai hat der Kreisgruppenvorsitzende Rainer Poltz erhebliche Bedenken geäußert:

 

  • Das FFH-Gebiet „Zenn von Stöckach bis zur Mündung“, ein wertvoller Lebensraum für teils bedrohte Tierarten und bedeutender Naherholungsraum, würde durch den Bauabschnitt BA2 zerschnitten. Insbesondere dort würden artenreiche Biotopflächen mit Asphalt versiegelt. Die malerische Talaue hat eine überregionale Funktion in der Vernetzung von Biotopen.
  •  Die im Zuge des Planfeststellungsverfahren durchgeführte spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) zur Prognose der Auswirkungen des Eingriffs auf planungsrelevante Arten weist inhaltliche Mängel auf. Beispielsweise ist die mehrfach im Bericht erhobene Behauptung, für viele betroffene Tierarten bestehe ausreichend Ausweichmöglichkeit, unzutreffend. Stattdessen führt eine Verkleinerung von Lebensraum zur Abnahme betroffener Arten. Auch erfüllen einige der dargestellten Ausgleichsmaßnahmen leider oftmals ihren Zweck nicht. Ein Beispiel ist das im Bericht genannte Anlegen von Lesesteinhaufen als Ersatz für den beim Trassenbau zerstörten Lebensraum der streng geschützten Zauneidechse. Wie den Eidechsen jedoch erklärt werden soll, wo sie Ihren Ersatzlebensraum vorfinden, ist im Bericht nicht erwähnt.
  • Einer im „Handelsblatt“ zitierten Studie zufolge führt der Bau von Straßen proportional zu mehr Verkehr. Fazit: Auch wenn die Umgehungsstraße den Durchgangsverkehr von einem Teil der Straßen aufnimmt, würde sie das Verkehrsaufkommen insgesamt in Veitsbronn steigern. Das eigentliche Problem würde also sogar vergrößert! Das hieße eine noch stärkere Belastung mit Verkehrslärm, Abgasen und Kohlendioxidemissionen – was nützen die großen Debatten über den Klimawandel, wenn das Problem ignoriert wird, sobald es konkret wird?
  • Zweifellos stellt der Durchgangsverkehr in Teilen von Veitsbronn eine hohe Belastung für Anwohner dar. Doch anstatt die Verkehrssituation mit weiterem Straßenbau dauerhaft zu zementieren, wären echte Entlastungsmaßnahmen hilfreicher, etwa Lärmschutz, verkehrsberuhigende Maßnahmen, die Verbesserung des ÖPNV, die Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene, die Förderung des Radverkehrs und intelligente Konzepte für Fahrgemeinschaften.

Führung "Was summt und brummt im Rednitztal?"

Dunkle Erdhummel (Bild: Klaus Rodewald)
Dunkle Erdhummel (Bild: Klaus Rodewald)

Das Fürther Rednitztal bietet als naturnahe Flusslandschaft mit kräuterreichen Wiesen und Gehölzzonen ungewöhnlich vielen Insektenarten Lebensraum. Daher lädt der Kreisgruppenvorsitzende Dr. Rainer Poltz am Samstag, 25. Mai, 15.00 Uhr, zur Führung „Was summt und brummt im Rednitztal?“ ein. Erläutert werden auch wirtschaftliche Vorteile dieser Vielfalt. Treffpunkt ist die Ecke Vestner Weg/Kellerweg in Fürth-Dambach.

Großer Tag für den Schutz der Artenvielfalt

Könnte nun auch unseren Kindern erhalten bleiben: Feldlerche, Vogel des Jahres (Bild: Jürgen Kunstmann)
Könnte nun auch unseren Kindern erhalten bleiben: Feldlerche, Vogel des Jahres (Bild: Jürgen Kunstmann)

Wir begrüßen ausdrücklich die Zusage der bayerischen Staatsregierung, die Forderungen des Volksbegehrens Artenvielfalt „eins zu eins“ umzusetzen, vorausgesetzt freilich, dass keine Inhalte durch zusätzliche Regelungen geschmälert werden. Mit der Umsetzung des Volksbegehrens und der angekündigten umfangreichen weiteren Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz macht Bayern einen historischen Schritt zum bundesweiten Spitzenreiter im Artenschutz! Das dürfte nicht nur wesentlich zum Erhalt der Natur unserer Heimat beitragen, auch die natürlichen Lebensgrundlagen der Landwirtschaft können so langfristig erhalten werden.

Monatsversammlung mit Vortrag "Der Vogel des Jahres 2019 - die Feldlerche"

Feldlerche (Bild: Gunther Ziegler, LBV-Archiv)
Feldlerche (Bild: Gunther Ziegler, LBV-Archiv)

Wann: Montag, 29. April 2019, 19:30 Uhr

Referent: Hans Müller, LBV Fürth

Ort: Gasthaus Rotes Ross, Unterfarrnbacher Straße 186, Fürth (nahe Bushaltestelle Heidestraße)

 

Für das Jahr 2019 haben der LBV und der NABU die Feldlerche zum Vogel des Jahres gewählt. Auf den Star, Vogel des Jahres 2018, folgt damit ein Vogel der Agrarlandschaft. Nach 1998 wurde die Feldlerche zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres gewählt, warum? Bereits 1998 warnten LBV und NABU vor zunehmend schlechteren Lebensbedingungen der Feldlerche und prognostizierten drastische Bestandsrückgänge. Seitdem ist jede vierte Feldlerche aus dem Brutbestand Deutschlands verschwunden – Grund genug, die Art noch einmal in den Fokus der breiten Öffentlichkeit zu rücken. Wir möchten Ihnen in diesem Vortrag die Feldlerche und ihre Lebensweise vorstellen und gleichzeitig dazu aufrufen, sich aktiv für ihren Schutz einzusetzen.

Pflanzen Sie jetzt eine Salweide

Forsythie (links): Für Bienen ein „Reinfall“, Salweide (rechts): Für Auge und Natur ein Gewinn. Fotos: Thomas Staab und Dr. Eberhard Pfeuffer, LBV-Bildarchiv
Forsythie (links): Für Bienen ein „Reinfall“, Salweide (rechts): Für Auge und Natur ein Gewinn. Fotos: Thomas Staab und Dr. Eberhard Pfeuffer, LBV-Bildarchiv

5. März 2019 - Das Frühjahr steht vor der Tür und damit naht die Zeit, in der wieder in vielen Gärten die Forsythien goldgelb aufblühen. So ansprechend dieser nichtheimische Zierstrauch aussieht, so sehr ist er für Bienen und andere Blütenbesucher eine Täuschung: Handelsübliche Forsythien sind Hybride, die angelockten hungrigen Insekten weder Nektar noch verwertbare Pollen bieten. Angesichts des Insektensterbens ist das nicht mehr zeitgemäß. Glücklicherweise gibt es pflegeleichte heimische Alternativen: Etwa die Kornelkirsche oder die Salweide. Die Salweide etwa blüht fast zur selben Zeit ebenso prächtig goldgelb. Anders als die Forsythie bietet sie Honigbienen, teils bedrohten Sandbienen, Hummeln und zahllosen weiteren Insekten einen reich gedeckten Tisch. Sogar die ersten Tagfalter und insektenfressende Singvögel wie Kohlmeisen lassen sich dort beobachten. An einem sonnigen Märztag unter einer großen blühenden „summenden“ Salweide zu stehen und dem bunten Treiben zuzuschauen ist ein beeindruckendes Naturerlebnis – probieren Sie es aus! Noch ist Pflanzzeit – pflanzen Sie einfach eine Salweide in Ihrem Garten. 

Historisches Spitzenergebnis des Volksbegehrens Artenvielfalt - Große Freude über überdurchschnittlich hohen Zuspruch im Raum Fürth

Gelbbindige Furchenbiene (Bild: Dr. Eberhard Pfeuffer, LBV-Archiv)
Gelbbindige Furchenbiene (Bild: Dr. Eberhard Pfeuffer, LBV-Archiv)

Fürth, 13.02.19 – In der LBV-Kreisgruppe Fürth herrscht große Freude über den historischen Erfolg des Volksbegehrens Artenvielfalt. Landesweit haben sich 18,4% der Stimmberechtigten eingetragen – so viele wie noch nie bei einem bayerischen Volksbegehren. Dazu kommt die Freude über die überdurchschnittlich hohe Beteiligung von 19,4% in der Stadt Fürth und 25,4% im Landkreis trotz des ungemütlichen Wetters im Eintragungszeitraum. Wir sind überwältigt von dem enormen Zuspruch, der uns auch bei unseren Aktionen zum Volksbegehren entgegengebracht wurde! Allen, die das Volksbegehren unterstützt haben, danken und gratulieren wir herzlich!

 

„Gerade auch der starke Zuspruch im Raum Fürth ist ein klarer Auftrag der Wählerinnen und Wähler an die bayerische Staatsregierung, die jahrelange Hinhaltetaktik zu beenden und die Artenvielfalt im Land endlich wirksam zu schützen. Die Umsetzung der Forderungen bietet der Staatsregierung die Chance, sich vom bundesweiten Schlusslicht zum Vorreiter im Schutz der Natur zu machen“, so der Kreisgruppenvorsitzende Rainer Poltz.

 

Nun kommt es darauf an, die Vorteile für die Bauern verstärkt herauszustellen. So zeigt etwa die gängige Praxis von Tierschutzbestimmungen, dass sich rechtliche Auflagen und finanzielle Förderung keineswegs ausschließen. Bauern, die so wirtschaften, dass Artenvielfalt und Bestäubungsleistungen erhalten bleiben, sollen sich für diese gesellschaftlich wichtige Leistung auf angemessene Fördermittel verlassen können.

Endspurt-Demo "Fünf vor 12 für die Artenvielfalt" in Fürth

Am Samstag, den 9.2. fand ab fünf vor 12 eine vom Fürther Aktionsbündnis Artenvielfalt initiierte Demonstration zur Bewerbung des Volksbegehrens statt. Den anfangs 37 Teilnehmenden schlossen sich auf dem Weg zum Rathaus spontan weitere Menschen an. Wir trugen ein Transparent mit der Aufschrift „Fünf vor 12 für die Artenvielfalt“ vor uns her. Auf diesem waren Tier- und Pflanzenarten abgebildet, die in der Feldflur im Raum Fürth selten geworden oder bereits verschwunden sind. Viele Teilnehmende waren als Bienen oder Imker verkleidet. Die Initiatoren betonten, dass auch die Bauern von dem Volksbegehren profitieren werden: Das Volksbegehren schafft die Voraussetzung, dass alle Landwirte, die Leistungen für das Gemeinwohl bringen, in Zukunft noch stärker gefördert werden müssen und die Umstellung auf ökologischen Landbau noch intensiver unterstützt wird. Somit wird die steuerfinanzierte Förderung der Landwirte zukünftig stärker an nachhaltiges Wirtschaften gekoppelt. Darüber hinaus bietet das Volksbegehren wirksame Maßnahmen gegen das Insektensterben, sodass Bestäubungsleistungen und Bodenfruchtbarkeit langfristig erhalten werden können. Noch bis Mittwoch, den 13.2. kann man sich für das Volksbegehren eintragen.

 

Übrigens: Das Cineplex-Fürth zeigt auf Anregung des LBV seit Freitag den Kinowerbespot zum Volksbegehren. Wir danken und begrüßen diesen unentgeltlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit!

Aufruf zur Unterstützung des Volksbegehrens Artenvielfalt

Der Vorstand der LBV-Kreisgruppe Fürth appelliert an alle Stimmberechtigten, sich noch bis zum 13. Februar in den Eintragungsstellen ihrer Gemeinden die Listen des Volksbegehrens Artenvielfalt („Rettet die Bienen“) einzutragen. „Dieses Volksbegehren ist eine historische Chance, die Artenvielfalt, die Natur auch im Raum Fürth und damit unsere natürliche Lebensgrundlage wirksam zu schützen“, so der Kreisgruppenvorsitzende Rainer Poltz. „Daher appelliere ich an jeden Einzelnen, auch im Bekannten- und Verwandtenkreis für das Volksbegehren zu werben“, so Poltz. Wichtig: Zum Eintragen muss man sich per Personalausweis oder Reisepass ausweisen. Das auch von 13 Fürther Organisationen unterstützte bayernweite Volksbegehren wird u.a. von international renommierten Wissenschaftlern unterstützt. Sehenswert ist auch das Videostatement des bekannten Ornithologen Prof. Peter Berthold „Wir blicken neidvoll nach Bayern“ auf dieser Internetseite.

Jahreshauptversammlung und 40jähriges Jubiläum der LBV-Kreisgruppe Fürth

Ehrung der Jubilare durch Dr. Norbert Schäffer, Landesvorstand LBV, und Dr. Rainer Poltz, 1. Vorstand LBV-Kreisgruppe Fürth von links nach rechts: Dr. Rainer Poltz, Richard Bartsch, Waltraud Löslein, Günter Löslein, Ulrich Pohlmann, Dr. Norbert Schäffer
Ehrung der Jubilare durch Dr. Norbert Schäffer, Landesvorstand LBV, und Dr. Rainer Poltz, 1. Vorstand LBV-Kreisgruppe Fürth von links nach rechts: Dr. Rainer Poltz, Richard Bartsch, Waltraud Löslein, Günter Löslein, Ulrich Pohlmann, Dr. Norbert Schäffer

28. Januar 2019 - Anläßlich der Jahreshauptversammlung 2019 gab es neben einem Rückblick auf die Aktivitäten des letzten Jahres auch einen kurzen Einblick in die Geschichte der LBV-Kreisgruppe Fürth, die Ende 2018 ihr 40jähriges Bestehen feiern konnte. Feierlichkeiten zu diesem "runden" Jubiläum sind für die Sommermonate geplant. Dr. Norbert Schäffer, der Landesvorsitzende des LBV, sprach seine Glückwünsche aus und schwor die Kreisgruppe noch einmal auf das aktuell anstehende Volksbegehren Artenvielfalt ein. Außerdem wurden langverdiente Mitglieder des LBV geehrt: Günter Löslein für seine 50jährige, Ulrich Pohlmann für seine 40jährige, RIchard Bartsch für seine 30jährige und Waltraud Löslein für ihre 20jährige Mitgliedschaft. Herzlichen Glückwunsch den Jubilaren!

 

 

 

Aktuelle News aus dem Naturschutz

lbv-news.jimdo.com Blog Feed

Stunde der Gartenvögel PLUS 2019 (Mo, 06 Mai 2019)
  Mitmachen ist ganz einfach: Sie zählen eine Stunde lang Ihre Vögel und melden diese Zahlen. Ihre Daten und die tausender anderer Naturfreunde geben Antworten auf brennende Fragen. "Citizen Science" heißt diese Art der Forschung.   Die bundesweite Langzeitstudie hilft uns, Umweltveränderungen zu erkennen, und Sie können tolle Preise gewinnen. Jetzt vom 10. - 12. Mai 2019 mitmachen und Ihre Beobachtungen melden.   Zur Aktion
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