Herzlich Willkommen bei der LBV-Kreisgruppe Fürth Stadt und Land!

Möchten Sie zum Erhalt der Natur im Raum Fürth beitragen?

Egal ob jung oder alt, auch ohne Vorkenntnisse finden Sie viele Möglichkeiten zum Mitmachen. Wir laden Sie ein, Teil einer kleinen Erfolgsstory zu werden! Gern beantworten wir Ihnen Fragen zur Natur und bieten Ihnen Beobachtungstipps, Führungen, Vorträge und offene Diskussionsabende.

 

Auch bei unseren Monatsversammlungen sind Sie herzlich willkommen!

Sie finden uns jeweils am letzten Montag im Monat ab 19:30 Uhr im Gasthaus „Rotes Ross“, Unterfarrnbacher Str. 186 in Fürth-Unterfarrnbach.

Im August treffen wir uns im Grünen und im Dezember findet wegen der Feiertage keine Monatsversammlung statt.

Wussten Sie, dass...

  • die Zahl der Vögel in der Agrarlandschaft stark abnimmt; das Rebhuhn bundesweit sogar um 84% zwischen 1990 und 2015? (Agrar-Report 2017)
  • eine Studie im Jahr 2017 einen Rückgang der Fluginsekten seit 1989 um mehr als 75% in Deutschland belegt hat? 
  • Mauersegler und Schwalben zunehmend unter Mangel an Nistplätzen und Nahrungsinsekten leiden? (Rote Liste und Liste der Brutvögel Bayerns, Bayerisches Landesamt für Umwelt 2016)

 

Vom Verlust der Biodiversität in unserer Heimat ist insbesondere die Feldflur infolge einer verfehlten Agrarpolitik betroffen. Glücklicherweise kann jeder Einzelne der Verarmung unserer Natur entgegenwirken. Was wir tun, damit die Feldlerche nicht flöten geht und die Bienen sich nicht vom Acker machen, erfahren Sie über die Links auf dieser Seite.

 

Mehr erfahren Sie auch im nachfolgenden Kreisgruppenflyer.

Kreisgruppenflyer Fürth.pdf
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Aktuelle Highlights aus der Kreisgruppe

Mehr Natur- und Umweltschutz in Fürther Kommunalpolitik

Beim Diskussionsabend mit dem Fürther Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung auf der Kreisgruppenversammlung am 24. Juni haben wir einen wirksameren Schutz von Natur und Umwelt durch die Stadt Fürth gefordert und es wurde intensiv nach dem Motto  „hart aber fair“ über machbare Maßnahmen diskutiert. Herr Dr. Jung und die meisten teilnehmenden Kreisgruppenmitglieder beurteilten das Gespräch als sehr konstruktiv und produktiv.

 

Wichtigste Ergebnisse des Gesprächs waren:

  • Möglichkeiten zur Schaffung von Nisthilfen für Gebäudebrüter (z.B. Mauersegler, Fledermäuse) an städtischen Bauten wie der neuen Feuerwache werden auf Anregung des LBV von der Stadt intensiv geprüft. Der LBV hat seine Unterstützung zugesichert.
  • Erhalt der Flussauen und anderer Stadtnaturbereiche als ein Aushängeschild der Kleeblattstadt: Bei Eingriffen in Landschaftsschutzgebiete wird nach Aussage des OB woanders ein Schutzgebiet gleicher Größe und von möglichst hohem ökol. Wert ausgewiesen, so dass die Gesamtfläche der Landschaftsschutzgebiete nicht schrumpft.
  • Der LBV begrüßt die vorbildliche Reduktion der Mähfrequenz auf städt. Grünflächen; vielerorts hat sich eine blütenreiche standorttypische Vegetation eingestellt, die Insekten und Vögeln wieder Lebensraum bietet. Vereinzelt wurde die Blütenpracht heuer noch durch zu frühe Mahd verhindert. Ab 2020 beschränkt ein Mähplan häufige Mahden auf notwendige Fälle.
  • Der LBV begrüßt die stellenweise begonnene Umstellung der Straßenbeleuchtung auf insektenschonende und energiesparende Formen (Bewegungsmelder, Reduktion der Beleuchtungsstärke) und schlägt vor, ggf. unnötige Abstrahlung nach oben abzuschirmen und insektenschonendes warm-weißes (langwelliges) Licht einzusetzen.
  • LBV und OB betonen einhellig die Bedeutung der Neuschaffung von Stadtgrün als Maßnahme gegen das Artensterben und zur Anpassung an den Klimawandel (extreme Hitzewellen). Auf die Forderung des LBV, leblose Steingärten in Fürth zu unterbinden, hat der OB veranlasst, diese in neuen Bebauungsplänen zu untersagen.
  • Baumstatistik der Stadt: Die vom LBV geforderte Kennzeichnung der Listeneinträge, ob es sich um Ersatzmaßnahmen oder um zusätzliche Neupflanzungen handelt, ist nach Aussage des OB bereits geplant.
  • LBV fordert Gewerbegebiete naturnäher zu gestalten: Der OB regt bei mehreren Firmen in Fürth an, ihr Betriebsgelände ökol. aufzuwerten; der LBV berät gern.
  • Müllproblem: Der OB veranlasst wie vom LBV erbeten, die (bisher zweijährliche) öffentl. Müllsammelaktion Ramadama künftig jährlich auszurichten. Der LBV wird dies tatkräftig unterstützen.
  •  Der LBV begrüßt den jüngst verstärkten Klimaschutz der Stadt. So ist die Ausweisung von Fahrradstraßen und Fahrradstreifen in der Innenstadt ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung. Im Nachgang hat der LBV angemahnt, die gemäß Pariser Klimaabkommen geltende nationale Verpflichtung, den Treibhausgasausstoß bis 2030 zunächst um 55% gegenüber 1990 zu reduzieren, im selben Maße in Fürth zu erfüllen.
  • Der LBV lobt die erfolgte Aufstockung der städtischen Naturschutzwacht und die neue Projektstelle “Zukunft.Umwelt.Fürth”
  • Der LBV dankt dem OB herzlich für die neue finanzielle Unterstützung der Naturschutzaktivitäten des LBV!
  • Der LBV fordert den Verzicht auf synthetische Pflanzenschutzmittel durch die Stadt, so wie es die Stadt Nürnberg seit über 20 Jahren tut.
  • Wermutstropfen: Der LBV bedauert, dass sich der OB nicht gegen die von mehreren Firmen verfolgten Pläne kommerzieller Freizeitsportbetriebs in den Fürther Flussauen positioniert. Aufgrund von Erfahrungen u.a. vom Fluss Wiesent sieht der LBV in dem drohenden Trubel eine Gefahr u.a. für die beim Brüten störanfälligen Eisvögel, die nur noch an wenigen Flüssen so häufig wie in Fürth sind. Bis zum Vorliegen eines Gutachtens werden keine Genehmigungen erteilt. Der Erhalt der Fürther Eisvogelpopulation ist daher ungewiss. Der LBV wird zum Schutz der Fürther Flussauen weiter mit dem Fischereiverband an einem Strang ziehen. Als Ausweichmöglichkeit für kommerziellen Freizeitsport schlägt der LBV den Main-Donau-Kanal vor.

 

Wir danken dem Oberbürgermeister für den Besuch und das offene Gespräch.

Neuer Lebensraum durch seltenere Mahd: Verkehrsinsel in der Karolinenstraße (Bild: Rainer Poltz)

Hat der Eisvogel in Fürth eine Zukunft? (Bild: Gunnar Förg)


Fledermäuse wieder auf Wohnungssuche!

Fledermaushilfstelefon unterstützt die Region Nürnberg-Fürth-Erlangen in den nächsten zwei Monaten!

 

Ab Mitte Juli verlassen junge Fledermäuse ihre Kinderstube, um sich ein eigenes Quartier zu suchen. Dabei können sie sich schon mal verirren und landen in Wohnungen, Klinikfluren oder Büroräumen. Besonders problematisch wird es, wenn die Bewohner im Urlaub sind und die Tiere in eine Falle geraten. Wer mit den harmlosen Tieren nicht zurechtkommt kann sich, wie schon in den letzten Jahren, an den Landesbund für Vogelschutz (LBV) wenden.

 

Bei den verirrten kleinen Flugsäugetieren handelt es sich meist um Zwerg- oder Mückenfledermäuse, unsere kleinsten Fledermausarten. Die nachtaktiven Tiere sind nur ca. 4 Zentimeter groß und ernähren sich ausschließlich von Insekten. Der LBV appelliert deshalb beim plötzlichen Anblick der harmlosen Säuger im Zimmer nicht gleich in Panik zu geraten. „Wenn möglich, die Fledermaus bis zur Dämmerung hängenlassen. Dann einfach Licht ausschalten, Zimmertür schließen und das Fenster so weit wie möglich öffnen. Die Tiere finden nun von alleine den Weg nach draußen“, erklärt Fuchs. Im Notfall kann das Tier vorsichtig mit einem Handschuh angefasst werden. Bis zur Dämmerung sollte es sicher in einem Karton bleiben. „Am besten ein Tuch als Versteckmöglichkeit hineinlegen und, wenn möglich, eine Wasserschale dazustellen“, so die LBV-Expertin weiter.

 

Um sowohl den erschrockenen Bewohnern als auch den verschreckten Fledermäusen in Notfällen zu helfen, hat der LBV für die Sommermonate eine Fledermaushilfe eingerichtet, die unter der Nummer 0911 - 431 227 24 zu erreichen ist (geschaltet ist das Hilfstelefon ab Donnerstag, den 18. Juli 2019). Der eingeschaltete Anrufbeantworter wird regelmäßig abgehört.

Infostand der LBV-Kreisgruppe Fürth auf dem Burgfarrnbacher Bürgerfest

Am Infostand der LBV-KG Fürth gibt es am Wochenende Informationen zur heimischen Natur sowie Tipps für den Naturschutz auf dem Balkon und am Haus. 

Wann: Sonntag, 30. Juni, ab 11:00 Uhr

Wo: Vor dem Burgfarrnbacher Schloss in Fürth-Burgfarrnbach

Südwestliche Umgehungsstraße Veitsbronn kontra Natur und Klimaschutz

Im FFH-Gebiet in Veitsbronn kommt der stark gefährdete Kleine Abendsegler vor (Bild: Dr. Andreas Zahn, LBV-Archiv)
Im FFH-Gebiet in Veitsbronn kommt der stark gefährdete Kleine Abendsegler vor (Bild: Dr. Andreas Zahn, LBV-Archiv)

In Veitsbronn wird im Rahmen eines demokratischen Verfahrens am 26. Mai in einem Bürgerentscheid über den Bau der Südwestlichen Umgehungsstraße abgestimmt. Beim Infoabend am 2. Mai hat der Kreisgruppenvorsitzende Rainer Poltz erhebliche Bedenken geäußert:

 

  • Das FFH-Gebiet „Zenn von Stöckach bis zur Mündung“, ein wertvoller Lebensraum für teils bedrohte Tierarten und bedeutender Naherholungsraum, würde durch den Bauabschnitt BA2 zerschnitten. Insbesondere dort würden artenreiche Biotopflächen mit Asphalt versiegelt. Die malerische Talaue hat eine überregionale Funktion in der Vernetzung von Biotopen.
  •  Die im Zuge des Planfeststellungsverfahren durchgeführte spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) zur Prognose der Auswirkungen des Eingriffs auf planungsrelevante Arten weist inhaltliche Mängel auf. Beispielsweise ist die mehrfach im Bericht erhobene Behauptung, für viele betroffene Tierarten bestehe ausreichend Ausweichmöglichkeit, unzutreffend. Stattdessen führt eine Verkleinerung von Lebensraum zur Abnahme betroffener Arten. Auch erfüllen einige der dargestellten Ausgleichsmaßnahmen leider oftmals ihren Zweck nicht. Ein Beispiel ist das im Bericht genannte Anlegen von Lesesteinhaufen als Ersatz für den beim Trassenbau zerstörten Lebensraum der streng geschützten Zauneidechse. Wie den Eidechsen jedoch erklärt werden soll, wo sie Ihren Ersatzlebensraum vorfinden, ist im Bericht nicht erwähnt.
  • Einer im „Handelsblatt“ zitierten Studie zufolge führt der Bau von Straßen proportional zu mehr Verkehr. Fazit: Auch wenn die Umgehungsstraße den Durchgangsverkehr von einem Teil der Straßen aufnimmt, würde sie das Verkehrsaufkommen insgesamt in Veitsbronn steigern. Das eigentliche Problem würde also sogar vergrößert! Das hieße eine noch stärkere Belastung mit Verkehrslärm, Abgasen und Kohlendioxidemissionen – was nützen die großen Debatten über den Klimawandel, wenn das Problem ignoriert wird, sobald es konkret wird?
  • Zweifellos stellt der Durchgangsverkehr in Teilen von Veitsbronn eine hohe Belastung für Anwohner dar. Doch anstatt die Verkehrssituation mit weiterem Straßenbau dauerhaft zu zementieren, wären echte Entlastungsmaßnahmen hilfreicher, etwa Lärmschutz, verkehrsberuhigende Maßnahmen, die Verbesserung des ÖPNV, die Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene, die Förderung des Radverkehrs und intelligente Konzepte für Fahrgemeinschaften.

Führung "Was summt und brummt im Rednitztal?"

Dunkle Erdhummel (Bild: Klaus Rodewald)
Dunkle Erdhummel (Bild: Klaus Rodewald)

Das Fürther Rednitztal bietet als naturnahe Flusslandschaft mit kräuterreichen Wiesen und Gehölzzonen ungewöhnlich vielen Insektenarten Lebensraum. Daher lädt der Kreisgruppenvorsitzende Dr. Rainer Poltz am Samstag, 25. Mai, 15.00 Uhr, zur Führung „Was summt und brummt im Rednitztal?“ ein. Erläutert werden auch wirtschaftliche Vorteile dieser Vielfalt. Treffpunkt ist die Ecke Vestner Weg/Kellerweg in Fürth-Dambach.

Großer Tag für den Schutz der Artenvielfalt

Könnte nun auch unseren Kindern erhalten bleiben: Feldlerche, Vogel des Jahres (Bild: Jürgen Kunstmann)
Könnte nun auch unseren Kindern erhalten bleiben: Feldlerche, Vogel des Jahres (Bild: Jürgen Kunstmann)

Wir begrüßen ausdrücklich die Zusage der bayerischen Staatsregierung, die Forderungen des Volksbegehrens Artenvielfalt „eins zu eins“ umzusetzen, vorausgesetzt freilich, dass keine Inhalte durch zusätzliche Regelungen geschmälert werden. Mit der Umsetzung des Volksbegehrens und der angekündigten umfangreichen weiteren Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz macht Bayern einen historischen Schritt zum bundesweiten Spitzenreiter im Artenschutz! Das dürfte nicht nur wesentlich zum Erhalt der Natur unserer Heimat beitragen, auch die natürlichen Lebensgrundlagen der Landwirtschaft können so langfristig erhalten werden.

Monatsversammlung mit Vortrag "Der Vogel des Jahres 2019 - die Feldlerche"

Feldlerche (Bild: Gunther Ziegler, LBV-Archiv)
Feldlerche (Bild: Gunther Ziegler, LBV-Archiv)

Wann: Montag, 29. April 2019, 19:30 Uhr

Referent: Hans Müller, LBV Fürth

Ort: Gasthaus Rotes Ross, Unterfarrnbacher Straße 186, Fürth (nahe Bushaltestelle Heidestraße)

 

Für das Jahr 2019 haben der LBV und der NABU die Feldlerche zum Vogel des Jahres gewählt. Auf den Star, Vogel des Jahres 2018, folgt damit ein Vogel der Agrarlandschaft. Nach 1998 wurde die Feldlerche zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres gewählt, warum? Bereits 1998 warnten LBV und NABU vor zunehmend schlechteren Lebensbedingungen der Feldlerche und prognostizierten drastische Bestandsrückgänge. Seitdem ist jede vierte Feldlerche aus dem Brutbestand Deutschlands verschwunden – Grund genug, die Art noch einmal in den Fokus der breiten Öffentlichkeit zu rücken. Wir möchten Ihnen in diesem Vortrag die Feldlerche und ihre Lebensweise vorstellen und gleichzeitig dazu aufrufen, sich aktiv für ihren Schutz einzusetzen.

Pflanzen Sie jetzt eine Salweide

Forsythie (links): Für Bienen ein „Reinfall“, Salweide (rechts): Für Auge und Natur ein Gewinn. Fotos: Thomas Staab und Dr. Eberhard Pfeuffer, LBV-Bildarchiv
Forsythie (links): Für Bienen ein „Reinfall“, Salweide (rechts): Für Auge und Natur ein Gewinn. Fotos: Thomas Staab und Dr. Eberhard Pfeuffer, LBV-Bildarchiv

5. März 2019 - Das Frühjahr steht vor der Tür und damit naht die Zeit, in der wieder in vielen Gärten die Forsythien goldgelb aufblühen. So ansprechend dieser nichtheimische Zierstrauch aussieht, so sehr ist er für Bienen und andere Blütenbesucher eine Täuschung: Handelsübliche Forsythien sind Hybride, die angelockten hungrigen Insekten weder Nektar noch verwertbare Pollen bieten. Angesichts des Insektensterbens ist das nicht mehr zeitgemäß. Glücklicherweise gibt es pflegeleichte heimische Alternativen: Etwa die Kornelkirsche oder die Salweide. Die Salweide etwa blüht fast zur selben Zeit ebenso prächtig goldgelb. Anders als die Forsythie bietet sie Honigbienen, teils bedrohten Sandbienen, Hummeln und zahllosen weiteren Insekten einen reich gedeckten Tisch. Sogar die ersten Tagfalter und insektenfressende Singvögel wie Kohlmeisen lassen sich dort beobachten. An einem sonnigen Märztag unter einer großen blühenden „summenden“ Salweide zu stehen und dem bunten Treiben zuzuschauen ist ein beeindruckendes Naturerlebnis – probieren Sie es aus! Noch ist Pflanzzeit – pflanzen Sie einfach eine Salweide in Ihrem Garten. 

Historisches Spitzenergebnis des Volksbegehrens Artenvielfalt - Große Freude über überdurchschnittlich hohen Zuspruch im Raum Fürth

Gelbbindige Furchenbiene (Bild: Dr. Eberhard Pfeuffer, LBV-Archiv)
Gelbbindige Furchenbiene (Bild: Dr. Eberhard Pfeuffer, LBV-Archiv)

Fürth, 13.02.19 – In der LBV-Kreisgruppe Fürth herrscht große Freude über den historischen Erfolg des Volksbegehrens Artenvielfalt. Landesweit haben sich 18,4% der Stimmberechtigten eingetragen – so viele wie noch nie bei einem bayerischen Volksbegehren. Dazu kommt die Freude über die überdurchschnittlich hohe Beteiligung von 19,4% in der Stadt Fürth und 25,4% im Landkreis trotz des ungemütlichen Wetters im Eintragungszeitraum. Wir sind überwältigt von dem enormen Zuspruch, der uns auch bei unseren Aktionen zum Volksbegehren entgegengebracht wurde! Allen, die das Volksbegehren unterstützt haben, danken und gratulieren wir herzlich!

 

„Gerade auch der starke Zuspruch im Raum Fürth ist ein klarer Auftrag der Wählerinnen und Wähler an die bayerische Staatsregierung, die jahrelange Hinhaltetaktik zu beenden und die Artenvielfalt im Land endlich wirksam zu schützen. Die Umsetzung der Forderungen bietet der Staatsregierung die Chance, sich vom bundesweiten Schlusslicht zum Vorreiter im Schutz der Natur zu machen“, so der Kreisgruppenvorsitzende Rainer Poltz.

 

Nun kommt es darauf an, die Vorteile für die Bauern verstärkt herauszustellen. So zeigt etwa die gängige Praxis von Tierschutzbestimmungen, dass sich rechtliche Auflagen und finanzielle Förderung keineswegs ausschließen. Bauern, die so wirtschaften, dass Artenvielfalt und Bestäubungsleistungen erhalten bleiben, sollen sich für diese gesellschaftlich wichtige Leistung auf angemessene Fördermittel verlassen können.

Endspurt-Demo "Fünf vor 12 für die Artenvielfalt" in Fürth

Am Samstag, den 9.2. fand ab fünf vor 12 eine vom Fürther Aktionsbündnis Artenvielfalt initiierte Demonstration zur Bewerbung des Volksbegehrens statt. Den anfangs 37 Teilnehmenden schlossen sich auf dem Weg zum Rathaus spontan weitere Menschen an. Wir trugen ein Transparent mit der Aufschrift „Fünf vor 12 für die Artenvielfalt“ vor uns her. Auf diesem waren Tier- und Pflanzenarten abgebildet, die in der Feldflur im Raum Fürth selten geworden oder bereits verschwunden sind. Viele Teilnehmende waren als Bienen oder Imker verkleidet. Die Initiatoren betonten, dass auch die Bauern von dem Volksbegehren profitieren werden: Das Volksbegehren schafft die Voraussetzung, dass alle Landwirte, die Leistungen für das Gemeinwohl bringen, in Zukunft noch stärker gefördert werden müssen und die Umstellung auf ökologischen Landbau noch intensiver unterstützt wird. Somit wird die steuerfinanzierte Förderung der Landwirte zukünftig stärker an nachhaltiges Wirtschaften gekoppelt. Darüber hinaus bietet das Volksbegehren wirksame Maßnahmen gegen das Insektensterben, sodass Bestäubungsleistungen und Bodenfruchtbarkeit langfristig erhalten werden können. Noch bis Mittwoch, den 13.2. kann man sich für das Volksbegehren eintragen.

 

Übrigens: Das Cineplex-Fürth zeigt auf Anregung des LBV seit Freitag den Kinowerbespot zum Volksbegehren. Wir danken und begrüßen diesen unentgeltlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit!

Aufruf zur Unterstützung des Volksbegehrens Artenvielfalt

Der Vorstand der LBV-Kreisgruppe Fürth appelliert an alle Stimmberechtigten, sich noch bis zum 13. Februar in den Eintragungsstellen ihrer Gemeinden die Listen des Volksbegehrens Artenvielfalt („Rettet die Bienen“) einzutragen. „Dieses Volksbegehren ist eine historische Chance, die Artenvielfalt, die Natur auch im Raum Fürth und damit unsere natürliche Lebensgrundlage wirksam zu schützen“, so der Kreisgruppenvorsitzende Rainer Poltz. „Daher appelliere ich an jeden Einzelnen, auch im Bekannten- und Verwandtenkreis für das Volksbegehren zu werben“, so Poltz. Wichtig: Zum Eintragen muss man sich per Personalausweis oder Reisepass ausweisen. Das auch von 13 Fürther Organisationen unterstützte bayernweite Volksbegehren wird u.a. von international renommierten Wissenschaftlern unterstützt. Sehenswert ist auch das Videostatement des bekannten Ornithologen Prof. Peter Berthold „Wir blicken neidvoll nach Bayern“ auf dieser Internetseite.

Jahreshauptversammlung und 40jähriges Jubiläum der LBV-Kreisgruppe Fürth

Ehrung der Jubilare durch Dr. Norbert Schäffer, Landesvorstand LBV, und Dr. Rainer Poltz, 1. Vorstand LBV-Kreisgruppe Fürth von links nach rechts: Dr. Rainer Poltz, Richard Bartsch, Waltraud Löslein, Günter Löslein, Ulrich Pohlmann, Dr. Norbert Schäffer
Ehrung der Jubilare durch Dr. Norbert Schäffer, Landesvorstand LBV, und Dr. Rainer Poltz, 1. Vorstand LBV-Kreisgruppe Fürth von links nach rechts: Dr. Rainer Poltz, Richard Bartsch, Waltraud Löslein, Günter Löslein, Ulrich Pohlmann, Dr. Norbert Schäffer

28. Januar 2019 - Anläßlich der Jahreshauptversammlung 2019 gab es neben einem Rückblick auf die Aktivitäten des letzten Jahres auch einen kurzen Einblick in die Geschichte der LBV-Kreisgruppe Fürth, die Ende 2018 ihr 40jähriges Bestehen feiern konnte. Feierlichkeiten zu diesem "runden" Jubiläum sind für die Sommermonate geplant. Dr. Norbert Schäffer, der Landesvorsitzende des LBV, sprach seine Glückwünsche aus und schwor die Kreisgruppe noch einmal auf das aktuell anstehende Volksbegehren Artenvielfalt ein. Außerdem wurden langverdiente Mitglieder des LBV geehrt: Günter Löslein für seine 50jährige, Ulrich Pohlmann für seine 40jährige, RIchard Bartsch für seine 30jährige und Waltraud Löslein für ihre 20jährige Mitgliedschaft. Herzlichen Glückwunsch den Jubilaren!

 

 

 

Aktuelle News aus dem Naturschutz

lbv-news.jimdo.com Blog Feed

Aufruf zum globalen Klimastreiktag (Do, 29 Aug 2019)
          Die Ereignisse in diesem Jahr haben bereits die Klimamodelle des IPCC (Weltklimarat) vom Herbst 2018 überholt: Die langen und unkontrollierbaren Brände in Sibirien und im Amazonas-Gebiet produzieren riesige Mengen CO2. Das Auftauen der Permafrostböden in der Arktis hat ein Ausmaß erreicht, wie es erst für das Ende des Jahrhunderts vorausgesagt wurde.   Klimakrise und der Verlust der biologischen Vielfalt hängen eng zusammen. Der LBV unterstützt deshalb die Ziele und Forderungen von Fridays for Future. Unser Ziel ist darauf hinzuweisen, dass Klimawandel und Biodiversitätsverlust stets gemeinsam bekämpft werden müssen. Ein breites gesellschaftliches Bündnis will durch einen weltweiten Klimastreik am 20. September ein starkes Signal an die Politik senden, dass die Jugendlichen nicht allein sind, und dass Maßnahmen zum wirksamen Klimaschutz endlich umgesetzt werden müssen.      Mehr Infos zum globalen Streik 
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