Neustart für die Schleiereule

Eine bei Fürth beringte Schleiereule ist bis nach Spanien geflogen (Bild: Herbert Henderkes, LBV-Archiv)
Eine bei Fürth beringte Schleiereule ist bis nach Spanien geflogen (Bild: Herbert Henderkes, LBV-Archiv)

Mit ihrem herzförmigen Gesichtsschleier, dem hellen Gefieder und ihrem lautlosen Flug fasziniert die Schleiereule Laien wie Fachleute. Die meisten bayerischen Brutpaare leben in Mittelfranken. Neben dem Rückgang an Nahrungshabitaten und dem Straßentod ist Nisthöhlenmangel ein Grund für den Rückgang dieser in Bayern gefährdeten Eule. Unser Ziel ist, diesen Trend im Landkreis Fürth umzukehren. Unter Leitung des Eulenexperten Dieter Kaus haben wir daher geeignete Habitate identifiziert und im Jahr 2017 mit rund 100 Schleiereulennistkästen bestückt. Weitere 10 Kästen werden im Winter 2018/19 installiert. Einige Landwirte haben vorbildlich ihre Scheunen diesen effizienten Mäusejägern zugänglich gemacht.

 

So können Sie Schleiereulen schützen:

Wenn Sie ein Gebäude auf dem Land oder am Stadtrand besitzen, können Sie der Wohnungsnot der Schleiereule und anderer Gebäudebrüter entgegenwirken, indem Sie Einflugmöglichkeiten zu Dachböden oder anderen Teilen des Gebäudes schaffen. Ideal sind Öffnungen in der Gebäudewand oder in Toren mit freiem Anflug auf der Südseite. Eine besondere Hilfe ist das Anbringen von Schleiereulennistkästen unmittelbar hinter dem Einflugloch. Wichtig für Schleiereulen ist ein ausreichendes Nahrungsangebot (Mäuse) in der Nähe, insbesondere durch Grünland, Brachflächen, Feldraine oder offene Getreidesilos. Stark befahrene Straßen sind wegen des Risikos von Kollisionen mit Autos und LKWs tödliche Fallen für Schleiereulen.